Stellen Sie sich ein Lebewesen vor, das verlorene Gliedmaßen, Teile seines Herzens oder sogar Abschnitte seines Gehirns vollständig nachwachsen lassen kann – und das innerhalb weniger Wochen.
Ein biologisches Rätsel
Der Axolotl (Ambystoma mexicanum) ist ein mexikanischer Schwanzlurch, der eine faszinierende Eigenschaft besitzt: die Neotenie. Das bedeutet, dass er sein gesamtes Leben im Larvenstadium verbringt. Während andere Amphibien eine Metamorphose durchlaufen, behält der Axolotl seine äußeren Kiemen und bleibt im Wasser, ohne jemals "erwachsen" zu werden.
Superkräfte der Heilung
Was den Axolotl für die moderne Wissenschaft so wertvoll macht, ist seine Fähigkeit zur perfekten Regeneration. Im Gegensatz zu Menschen bildet er bei Verletzungen kein Narbengewebe. Stattdessen werden Stammzellen aktiviert, die genau das Gewebe nachbilden, das verloren gegangen ist. Forscher in Berlin und Dresden untersuchen sein Genom, um die Geheimnisse der Wundheilung für die Humanmedizin zu entschlüsseln.
Der Name "Axolotl" stammt aus der Sprache der Azteken und bedeutet übersetzt so viel wie "Wassermonster" oder "Wasserhund".
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