🌊 Edersee-Atlantis: Das versunkene Dorf
Die geisterhaften Ruinen von Hessen
🚢 Ein Opfer des Fortschritts
Tief unter der Oberfläche des Edersees in Hessen verbirgt sich ein faszinierendes Geheimnis. Zwischen 1908 und 1914 wurde die Edertalsperre errichtet, um die Schifffahrt auf der Weser zu regulieren. Doch dieser Fortschritt hatte einen hohen Preis: Drei Dörfer – Asel, Berich und Bringhausen – mussten weichen. Die Häuser wurden abgerissen, die Bewohner umgesiedelt, und das gesamte Tal wurde geflutet.
🏚️ Wenn die Geister auftauchen
Das Besondere am Edersee-Atlantis ist, dass es nicht für immer verschwunden ist. In heißen Sommern, wenn der Wasserstand des Sees stark sinkt, kommen die Ruinen wieder zum Vorschein. Man kann dann auf der alten Brücke von Asel spazieren gehen, die Grundmauern der Häuser sehen und sogar die Überreste des Friedhofs von Berich betrachten. Es ist ein surrealer Anblick, der jedes Jahr Tausende von Touristen und Fotografen anlockt.
🕯️ Ein mahnendes Denkmal
Für die Nachfahren der ehemaligen Bewohner ist das Auftauchen der Dörfer ein emotionaler Moment. Es erinnert an die Heimat, die der Energieversorgung geopfert wurde. Heute gelten die versunkenen Dörfer als eines der spektakulärsten Tauchgebiete Deutschlands und als ein mahnendes Denkmal für die Veränderung der Landschaft durch den Menschen.
🔍 Fakten-Check:
- Die Aseler Brücke: Sie ist das am besten erhaltene Bauwerk und wird bei Niedrigwasser wieder begehbar.
- Tauchparadies: Bei normalem Wasserstand können erfahrene Taucher die versunkenen Mauern erkunden.
- Timing: Die beste Zeit, um die Ruinen zu sehen, ist meistens im Spätsommer (August/September).
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